Herbst Mond Nacht

Wollten Sie schon immer einmal…

… wissen, wie eine Gruft von innen aussieht?

Interessieren Sie sich für…

… die Grablegen unserer Vorfahren?

Wissen Sie…

… warum sich oft Totenschädel oder Knochen an den Grablegen befinden?

„Ihr aber schlummert süße Im Nachtgewölbe dieser Gruft!
Schon wandelt euer Geist im Paradiese Gehüllt in Blüthenduft.“

Christian Friedrich Daniel Schubart

Die Herbstmondnacht versteht sich als eine Nacht der offenen Gruft. An diesem einen Abend im Jahr haben Sie die einmalige Gelegenheit sonst verschlossene Grablegen zu besichtigen und einen Einblick in die Bestattungskultur des 16. – 19. Jahrhunderts zu bekommen. Der Aufbau derartiger prachtvoller Grabstätten sowie die unterschiedliche Gestaltung der Särge geben Aufschlüsse über die Jenseitsauffassungen unserer Vorfahren. Oder anders gesagt: „An diesem Abend öffnen sich die Pforten zwischen den Welten, um die Blicke der Jetztzeit auf die Schätze der Vergangenheit zu lenken. Schlummernde Zeugnisse vergangener Jahrhunderte schenken einzigartige Einblicke in sich wandelnde Todesauffassungen und Bestattungsriten.“

Vorrangig werden die Grüfte in den Kirchen geöffnet, bei denen es noch von existenzieller Bedeutung war, sich in der Nähe der Reliquien bestatten zu lassen, aber auch vereinzelt die Grüfte auf ausgewählten Friedhöfen.

Die Herbstmondnacht existiert seit 2013 und versteht sich als eine Wanderveranstaltung. Der Auftakt fand 2013 im Doberaner Münster mit dem Beinhaus und dem Alten Friedhof statt. 2014 wurden dann in Greifswald die Grüfte auf dem Alten Friedhof sowie im Dom St. Nikolai für die Besucher geöffnet und 2015 war sie zu Gast in der Stralsunder St. Marien Kirche.


2019 findet die HERBSTMONDNACHT am 23. November satt. Der Ort wird noch bekannt gegeben.


Rückblick: 2018


23. November 2018 von 19 – 21 Uhr in ROSTOCK; Marienkirche

  • 19.00 Uhr Begrüßung mit Pastor Dr. Reinhard Scholl
  • 19.15 Uhr Erläuterungen zur Grabsymbolik und Todesauffassung des Barock und Klassizismus, mit Dr. Anja Kretschmer
  • 20.00 Uhr Virtuelle Exkursion in deutsche Grüfte – Vortrag mit der Forschungsstelle Gruft
  • 20.45 Uhr Orgelkonzert mit Benjamin Jäger
  • 21.00 Uhr Abschlussvortrag

24. November 2018 von 18 bis 20 Uhr in WISMAR, Friedhof

  • 18.00 Uhr Begrüßung (Friedhofsverein Wismar)
  • 18.15 Uhr Führungen zu den Mausoleen mit Einblick in die Gruftanlagen (Dr. A. Kretschmer)
  • 19.30 Uhr Thereminkonzert in der ehem. Leichenhalle (Robert Meyer)
  • 20.00 Uhr Abschlussvortrag

Kosten: je 12 Euro p.P. (Anmeldung per Mail erforderlich)

In Zusammenarbeit mit der Marienkirche Rostock und dem Förderverein zur Erhaltung der Friedhofskultur in Wismar e.V.

Flyer:
Herbstmondnacht 2018
Herbstmondnacht 2017
Herbstmondnacht 2015
Herbstmondnacht 2014
Herbstmondnacht 2013


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